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Landesinformationen Peru

Geografie

Peru liegt am Pazifischen Ozean zwischen den Küstenländern Chile und Ecuador. Zur Kontinent Seite grenzt das Land an die Länder Kolumbien, Brasilien und Bolivien. Das Land hat eine Fläche von 1.285.216 km2 wovon 5.220 km2 Wasserfläche sind. Das bedeutet, das Peru 3,6 mal so groß ist wie die Bundesrepublik Deutschland und 15,3 mal wie die Republik Österreichs. Die Küstenlinie des Landes ist 2.414 km lang, die Landesgrenze 5.536 km (Bolivien 900 km, Brasilien 1.560 km, Chile 160 km, Kolumbien 1.496 km , Ecuador 1.420 km ).Das Land ist unterteilt in 12 Regionen, die ähnlich wie in einer Bundesrepublik selbständige Länder darstellen. Die Regionen wurden 1979 aus den 24 Departements gebildet, deren Hauptstadt Lima ist.

Das Land unterscheidet sich im wesentlichen in drei Klimazonen. Der Küste (Costa) mit heißen Sommern von Dezember bis April die den Rest der Zeit im Küstennebel liegt und einen ca. 50 km breiten Streifen an der Küste bildet. Dem Hochland (Sierra) mit seinen Bergen wo das Klima in der Regel angenehme Tagestemperaturen von 18 bis 28 Grad Celsius bietet mit vielen Sonnentagen und einer Regenzeit von Dezember bis März, sowie dem Regenwald (Selva) mit seinem tropischen warmen Klima. (Mehr zu Klimazonen siehe auch www.KROESEL.com)

Bevölkerung

Peru erklärte am 28.7.1821 seine Unabhängigkeit und würdigt diese am jedem 28. Juli mit einem Nationalfeiertag. Der Staat ist seit 1980 eine Präsidialrepublik, das ein Parlament namens "Congreso" hat, welches alle 5 Jahre gewählt wird. Der Präsident wird alle 5 Jahre durch Direktwahl benannt. Alan Garcia ist seit dem 28 Juli 2006 der amtierende demokratisch gewählte Präsident. Das Wahlrecht bekommt man in Peru mit dem erreichen des 18 Lebensjahres. Die Bevölkerung besteht derzeit aus 27.925.628 Einwohner (Volkszählung 2005) wovon 45% amerikanische Indianer, 37% Mestizen ( Mischung aus Indianer und Weißen), 15% Europïscher Abstammung und 3% Schwarze, Japaner, Chinesen und andere sind. Die Bevölkerung spricht die offizielle Sprache Spanisch, 48% die ebenfalls offizielle Sprache Quechua und ca. 3% die nicht offizielle Sprache Aymara. Anderen Indianersprachen wie zum Beispiel Pukina, Uros, Mochica u.s.w. sind vor zweihundert Jahren verloren gegangen. Eine kleine Gruppe von ca. 10.000 Einwohnern ( zum Teil auch Ausländern) ist deutschsprachig. In Peru lebten im Jahre 2002 ca. 5500 Deutsche Staatsbürger.

4% der Bevölkerung (männlich 4,820,892; weiblich 4,671,205) ist unter 14 Jahre alt, 61.1% sind im arbeitsfähigen Alter (männlich 8,598,328; weiblich 8,492,830) zwischen 15 und 64 Jahre und 4.9% (männlich 627,601; weiblich 738,783) der Bevölkerung sind über 65 Jahre. Die Bevölkerung wächst derzeit mit 1.36%, was im Vergleich zu Deutschland mit 0.26% und Österreich mit 0.23% als stabil zu bezeichnen ist. Die Kindersterblichkeit liegt auf 1000 Geburten bei 32 Todesfälle und die derzeitige Lebenserwartung bei 69.5 Jahre, wobei die Frauen mit 71,4 Jahren älter werden als Männer, die schon mit 67,8 Jahren statistisch betrachtet aus dem Leben scheiden. Auf dem Land stirbt man gewöhnlich schon etwas früher mit 64.8 Jahren. Nur 26 Prozent der Bevölkerung leben auf den Land, wobei die Frauen auf dem Land 4.6 Kinder gebären und die Frauen in der Stadt 2,6 Kinder. Also bekommt eine Peruanerin im Durchschnitt circa 3 Kinder.

28.1 % der Bevölkerung leben in absoluter Armut und 41.9 % leben unter der Armutsgrenze. In Peru gibt es eine Arbeitslosenrate von 9%, wobei 47.6% der Bevölkerung unterbeschäftigt sind. Allerdings gibt es in Peru keinen Hunger da das Klima Nahrung im Überfluss bietet und Regierungsprogramme die Grundversorgung mit Bevölkerung sicherstellen. 91,6% der Bevölkerung kann lesen und schreiben, was genauer betrachtet bedeutet, das 95,6% der Männer und 87,7% der Frauen lesen und schreiben in seiner zum teil einfachsten Form können.

Gesundheit

Es gibt derzeit ca. 56.000 Aids infizierte, wobei die Mehrheit der infizierten in der Hauptstadt Lima und
in Cusco leben.

Wirtschaft

Das Land lebt mit 29,3% von der Industrie, die sich aus Metallbergbau, Öl, Fisch, Textil, Kleidung, Nahrungsmittel, Zement, Autozubehörteile, Stahl, Schiffbau und Metallverarbeitung zusammensetzt. Dienstleistungen spielen mit 60,4% eine wichtige Rolle und mit nur 10,3% ist die Landwirtschaft am Bruttosozialprodukt von 62.807 Millionen Dollar ( Wachstum ca. 6 % ) beteiligt. Das Industriewachstum liegt bei ca 3% bei einer aktuellen Inflation von die zwischen 0,2% und 2.6% schwankt pro Jahr! Hauptprodukte der Landwirtschaft sind Kaffee, Baumwolle, Zuckerrohr, Reis, Kartoffeln, Weizen, Coca, Gewürze, Spargel, Rindfleisch, tierische Wolle und natürlich Fisch. Peru liegt am Fischreichen Humboldtstrom. Zum Exporterlös von 2.480 Millonen Dollar tragen die Produkte Fisch, Spargel ( 250 Millionen Dolar im Jahr !), Kupfer, Zink, Gold, Rohöl und Nebenprodukte, Blei, Kaffee, Zucker und Wolle bei. Die wichtigsten Handelspartner sind mit 28% die USA gleich gefolgt mit 21% von den Europäer (6% die Bundesrepublik Deutschland), 6% die Anrainerstaaten, 8% der Südamerikanische Markt (Mercosur) und die Japaner mit 5%.

Komunikation

Es gibt in Peru 2,5 Millionen Telefonleitungen und 3 Millionen Handys. 4 Millionen Fernseher erfreuen die Peruaner mit den so beliebten Seifenopern und vermutlich 6,645 Millionen Radios, die von 472 genehmigten AM Sendern und 189 genehmigten FM Sendern versorgt werden. Hinzu kommt aber noch eine unzählige Menge von Piratensendern, denn in den Bergen hat fast jedes Dorf seine eigene Radiostation. Um auch den Kontakt mit dem Medium des Millenniums nicht zu verlieren kommen noch ca 3 Millionen Internetnutzer hinzu. Selbst entlegene Dörfer haben heute Internetanschluss.

Energie

Damit den Peruanern das Licht nicht ausgeht, werden 19.679 Milliarden kWh Strom erzeugt, 18% stammen aus Fossilien Brennstoffen, 81% aus Wasserkraft und 1% aus anderen Quellen wie zum Beispiel Solarenergie. Ein Traumwert für Grüne Fraktionen in Ihrem Heimatland. Peru hat ein Energiewachstum von ca. 7% im Jahr. Für Eisenbahnfans bietet Peru ein 1998 km langes Streckennetz, das 1608 km die Standardspur von 1,435 m und 390 km Schmalspurbreite von 91,4 cm nutzt.

Der Offroad Auto Fan ist sicherlich in Peru genau richtig bedient, denn das Straßennetz von 72.900 km ist nur zu 11%, also 8.700 km asphaltiert. Der Rest ist einfache Schotterstraße. Das Land verfügt über 8008 km Wasserstraße und hat mit dem Titicaca See den höchsten navegierbaren Binnensee der Welt In der Natur ist Peru ein Land der Superlative. Nach der Aufteilung der Welt in 109 Lebenszonen durch den Wissenschaftler Holdrige im Jahre 1979 finden wir Peru 89 dieser Lebenszonen. In nicht einem Land der Welt bietet die Natur eine solches Variantenreichtum. Menschen Leben in Peru seid ca. 12.500 Jahren vor Christi Geburt und das in Europa so beliebte Pferd wurde durch den Menschen vor ca. 7.000 in Südamerika ausgerottet, bevor es dann durch die Spanier wieder ein gesiedelt wurde.

Geld

Und abschließend noch etwas zum Thema Geld. Die Währung in Peru ist der „Nuevo Sol“ (Neue Sonne übersetzt), der sich in Geldstücken von 5,10,20 und 50 Céntimos unterteilt ähnlich dem Pfennig. 1, 2 und 5 Soles Münzen bekommen wir als Hartgeld. Die Geldscheine erhalten wir in der Stückelung 10, 20 50,100 und 200 Soles. Im peruanischen Alltagsleben werden alle Anschaffungen zur Lebenshaltung wie zum Beispiel Lebensmittel, Restaurant besuche, Energie, Wasser und Kleidung in der Landeswährung "Sol" bestritten, wo hingegen Konsumgüter wie Kraftfahrzeuge, Fernseher, Hotels, Reisen und Maschinen in US-Dollar bezahlt werden. Sollte ein Peruaner sparen, wird er vermutlich sein Besitz in Dolar anlegen und verstärkt neuerdings auch in Euro, besonders auf Deutschen Banken. Allerdings hat der Sol in den letzten 12 Monaten nur eine Inflation von 0,0% bis 2,6% aufzuweisen, was sicherlich ein Zeichen für die stabile Währungspolitik der letzten 10 Jahre ist und das vertrauen der Bevölkerung in den Soles ist merklich gestiegen. Auch müssen Ladenpreise jetzt in Soles ausgewiesen werden und Mieten dürfen nur noch in Soles bezahlt werden.

Kreditkarten

Kreditkarten fast aller namhafter Anbieter können in den meisten besseren Restaurant, Bars, Hotels, Supermärkten und Geschäften verwendet werden. Allerdings wird bei einigen Kreditkartenanbietern eine zusätzliche Kommission verlangt. Bewährt haben sich Visa Kreditkarten. Master Karten werden häufig wegen der hohen Kommission des Kartenanbieters nicht akzeptiert und Bargeld kann auch nur von Automaten der INTERBANK und BANCO DE CREDITO abgeholt bezogen werden. Die Eurokarte gilt auch als Zahlungsmittel und kann in Peru verwendet werden, wenn ein MAESTRO Zeichen an den Automat angebracht ist. In Restaurant wurde sie auch schon akzeptiert. Geld kann an Geldautomaten in fast allen größeren Städten abgehoben werden ( Lima, Arequipa, Puno, Trujilo, Chiclayo, Tumbes, Huaraz, Nasca, Urubamba, Pueblo Machupichu und Cusco ).